Trailer Heku 355 am Pkw

Das Boot ist erst der Anfang…

Mit der Größe des Boots wachsen auch die Ambitionen: Während der Delphin 150 abgebaut und auf mehrere Taschen verteilt im Winterlager weilt, habe ich in den vergangenen Monaten viel Zeit gehabt mir über noch fehlende Ausstattungsmerkmale Gedanken zu machen. Beim Kajak ist das alles viel einfacher: Boot, Paddel, Bootswagen, fertich! Doch so eine Segeljolle, die lässt vor dem Auge immer neue Ideen entstehen…

Vorletztes Jahr waren auf den friesischen Seen die Vorteile eines Außenborders nicht zu übersehen, egal ob um bei Gegenwind aus dem Hafen zu kommen oder bei Flaute wieder dorthin zurück. Doch ein großer, lauter Zweitakter passt nun gar nicht zur eher zierlichen Faltjolle. Viel geeigneter erscheint da ein Elektro-Außenborder, wie er als Komplettpaket samt Batterie und Ladegerät bei bootsmotoren4you.de angeboten wird. Ich habe mich für den Haswing Osapian 40 mit einem 75 Ah AGM-Akku entschieden. Es existieren noch größere Akkuvolumen, doch als ich die Tasche samt 23,5 kg-Akku zum ersten Mal in der Hand hielt, schien mir das Gewicht mehr als ausreichend. Der E-Motor verfügt über 5 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge. In den ersten vier Vorwärtsstufen ist er eher für Kurzstreckenmanöver (z.B. im Hafen) geeignet. Gang 5 entfaltet deutlich mehr Kraft als Stufe 4, damit sind auch Streckenfahrten auf dem Wasser realistisch, doch im Vergleich zu einem 5 PS Außenborder bleibt die Performance überschaubar. Dafür ist der Haswing Osapian angenehm leise.

Nächstes Thema – Transport. Die ursprüngliche Idee des Faltboots ist es, das Fahrzeug in seine Einzelteile zerlegt zum Gewässer zu transportieren und erst dort zusammenzubauen. Doch mit zunehmender Bootsgröße steigt der zeitliche Aufwand für den Aufbau, was den Wassersportler zu pragmatischem Nachdenken anregt. Wenn man die Segeljolle im Sommer wiederholt an unterschiedlichen Orten zu nutzen beabsichtigt, erscheint das dauernde Auf- und Abbauen wenig attraktiv. Ich bin deshalb nicht der erste, der nach einem kleinen Bootstrailer Ausschau gehalten hat. Eigentlich ein konzeptioneller Widerspruch, doch irgendwie auch bequem. Geworden ist es ein gebrauchter Heku 355 mit Tempo 100-Freigabe, wie er auf dem Beitragsbild noch ohne Boot zu sehen ist.

Holzgerüst für BaumzeltSchließlich ein kleiner Luxus: Die serienmäßige Persenning des Delphin 150 kann bei schlechtem Wetter als provisorisches – da sehr niedriges – Schutzzelt verwendet werden. Das Sitzen ist hier allenfalls für Kleinkinder möglich. Etwas mehr Platz ermöglicht ein Baumzelt, das über den erhöht aufgehängten Mastbaum gespannt wird. Dadurch sind etwas mehr als ein Meter Sitzhöhe (40 cm im Boot & etwa 70 cm darüber) zu realisieren. Auch hier haben Zelt und Boot sich noch nicht kennengelernt, man darf gespannt sein!

Delphin 150 auf Heku 355[Nachtrag 18.06.2017] Pfingsten 2017 reiste das Boot erstmals auf dem Trailer. Um die Gefahr des Spantenbruchs zu minimieren wurde zwischen vorderer und hinterer Trailerauflage eine selbstaufblasende Isomatte gespannt. Nicht bewährt hat sich dagegen die Fahrt mit aufgespannter Persenning, die hinteren Kanten schlugen trotz straffer Verspannung heftig im Wind und reagierten deutlich auf seitlichen Wind. Im Rückspiegel kein schöner Anblick… Für die Reise werde ich deshalb eine flache PVC-Persenning anfertigen. Der Bootsrumpf ist voluminös genug,  dass die komplette Segelausstattung darunter passt.

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