Der andere Protzen

Stößt man in einer Segelzeitschrift auf den Namen Protzen, geht es meist um den bekannten Berliner Segler Otto Protzen, vor dem Ersten Weltkrieg umjubelter Star der deutschen Regattaszene, erfolgreicher Buchautor und freundschaftlich mit der kaiserlichen Familie verbunden. Um so überraschender für mich, als in einem Artikel zur Geschichte des Wismarer Hafens ein anderer Segler dieses Namens Erwähnung findet, Walter Protzen. Etwa zur gleichen Zeit auf dem Wasser aktiv, war dieser im Gegensatz zu Otto nicht an Regatten, sondern am Fahrtensegeln in Nord- und Ostsee interessiert. Cousins oder gar Brüder? In seinem umfangreichen literarischen Werk erwähnte Otto Walter jedenfalls nicht.

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Seesegeln in der DDR: Ein Beispiel von 1964

Ein Artikel über eine stürmische Segelregatta auf der Ostsee 1964. Ostdeutsche Yachten, die fernab jeglicher staatlichen Kontrolle durch die Wellen pflügen. Das passt so gar nicht zum Bild einer DDR, deren Außengrenzen in der historischen Überlieferung vor allem durch Mauern, Zäune und Minenfelder definiert sind. Und doch hat es diese andere Wirklichkeit im ostdeutschen Staat gegeben, die zugegeben nie unproblematisch war,  aber eben auch einen Aspekt des Alltagslebens in der DDR darstellte.

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