Rich Text Editor - Standardwerkzeug des Redakteurs

Wenn es gilt, Inhalte in eine Homepage einzuarbeiten, ist der Rich Text Editor (RTE) gewöhnlich das am häufigsten verwendete Werkzeug des Redakteurs. Wer bereits Programme wie Microsoft Word oder Open Office Writer kennengelernt hat, wird sich im RTE schnell zurechtfinden, nur wenige Optionen, - wie z.B. das WWW-orientierte Einfügen von Verlinkungen - kommen ergänzend hinzu. Ist der RTE passend konfiguriert, stellt er für den Redakteur ein bequemes und leistungsfähiges Werkzeug dar.

Doch nicht selten wird der RTE vom zuständigen Administrator nur unzureichend konfiguriert, so dass sich Redakteure bei der Nutzung teilweise vor erhebliche Probleme gestellt sehen. Die Ursachen für die Fehleinstellungen können dabei vielfältig sein:

  • Es gibt für das CMS Typo3 mehr als einen Rich Text Editor. Für alle RTE gilt ein Basis-Set an Einstellmöglichkeiten, doch darüber hinaus bringt jeder RTE noch seinen eigenen Satz an Konfigurationsoptionen mit sich. Als Quasi-Standard hat sich mit der Typo3-Version 4.0 der RTE Htmlarea durchgesetzt, doch findet sich gerade in Vorgänger- bzw. Upgrade-Versionen von Typo3 nicht selten sein Vorgänger, der Typo3-eigene Rich Text Editor.
  • Die Konfigurationsoptionen des RTE sind vielfältig und komplex, zudem ändern sie sich regelmäßig bei neueren Versionen des RTE. Darum gestaltet es sich für Administratoren mitunter schwierig, in Sachen RTE-Einstellungen den Überblick zu behalten.
  • Die Konfiguration des RTE erfolgt weitgehend über die Typo3-eigene Zuweisungssprache Typoscript. Typoscript ist der Grund, warum Typo3 häufig als nicht gerade einfach zu erlernendes CMS gilt. Und gerade die korrekte Einstellung des RTE stellt für viele Typo3-Neulinge die Klippe dar, an der ihre Ambitionen Schiffbruch erleiden...

Damit die Einrichtung des RTE aus oben genannten Gründen nicht zum frustrierenden Erlebnis für den Administrator wird, möchte ich nachfolgend eine Anleitung bereitstellen, wie der RTE für den Standardeinsatz zuverlässig einzurichten ist. Diese basiert auf den folgenden drei Prinzipen:

  • Einheitlichkeit: RTE Htmlarea ist z.Zt. der Standard-RTE von Typo3. Wenn kein spezieller Grund gegen ihn spricht, nutzen Sie ihn. Falls Sie noch den alten RTE einsetzen, tauschen Sie diesen aus! Das Gesamtpaket aus Stabilität, Leistungsumfang und verfügbarer Dokumentation von RTE Htmlarea ist gegenwärtig nicht zu schlagen. Deshalb gilt die Anleitung auch nur für diesen Editor.
  • Standardisierung: Typo3 stellt meistens mehrere Wege zur Verfügung, um ans Ziel zu kommen. Ich baue hier auf typische Verfahren, die auch anderswo zum Einsatz kommen. So erfolgt z.B. die Formatierung von Seiteninhalten konsequent mittels CSS.
  • Einfachheit: Alptraum des Typo3-Administrators: Sie übernehmen eine fremde Typo3-Website, auf welcher der bisherige Administrator sein profundes Typoscript-Fachwissen in epischer Breite ausgelebt hat. Und dann stellt sich auf einmal heraus, dass die Benutzerrechte doch ganz anders organisiert werden sollen!
    Also, keep it simple - das gilt auch für die RTE-Konfiguration. Sie werden sich über die Einhaltung dieses Grundsatzes freuen, wenn Sie nach Monaten oder gar Jahren an einem bestehenden RTE-Set weitergehende Änderungen durchführen sollen.

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