Den OziExplorer von Des Newman nutze ich nun schon seit einigen Jahren. Im Markt der mobilen Navigationssoftware ist der "Ozi" eine ebenso bekannte wie zuverlässige Größe und braucht an dieser Stelle nicht weiter angepriesen zu werden. Für Einsteiger deshalb nur der Hinweis, dass es sich um kein Routing-Programm handelt: Der OziExplorer zeigt nicht an, wie man am schnellsten von A nach B kommt, sondern er bildet Landkarten ab und darin die mittels GPS ermittelte eigene Position. Das macht er sehr gut und leicht verständlich. Darüber hinaus ist um den OziExplorer herum eine Software-Umgebung entstanden, die den Import unterschiedlichster Kartenformate ermöglicht.
Landkarten stellen für Navigationsprogramme häufig ein Problem dar: Sie sind in der Regel schwierig und/oder nur kostspielig zu beschaffen. Für den OziExplorer existieren verschiedene Verfahren um an Karten zu gelangen. Diese reichen vom Scannen & Kalibrieren gedruckter Papierkarten bis zum automatischen Import proprietärer (und somit meistens kostenintensiver) Dateiformate.
Nun möchte ich nicht der im Internet verbreiteten Umsonst-Mentalität das Wort reden. Auch der OziExplorer kostet Geld, Programmierarbeit will schließlich bezahlt sein. Doch häufig braucht man Landkarten nur für einen kurzen Einsatzzweck wie die Radtour am Wochenende oder eine Wanderung im Urlaub. Hierfür höhere zweistellige Beträge zu bezahlen um an das benötigte Kartenmaterial zu gelangen, erscheint mir ebenso übertrieben wie mehrere Stunden damit zu verbringen, Papierkarten einzuscannen und zu kalibrieren.
Deshalb wird nachfolgend ein Verfahren erläutert, wie man an kostenlos nutzbare Karten für den OziExplorer gelangt, und zwar aus dem Bestand des OpenStreetMap-Projekts. Das Verfahren wird auch an anderen Stellen geschildert, ich möchte es hier nur einmal in deutscher Sprache für das Betriebssystem Windows zusammenfassen.
Zunächst einmal brauchen wir Software, seit Version 2.0 von Dimitri Junker's Programm taho.exe nicht mehr ganz so viel wie früher... Die Anwendungen sind frei verfügbar und einfach zu installieren:
Sobald die Software erfolgreich installiert wurde, ist das weitere Prozedere nicht mehr schwierig:

Wie groß sollen die Karten sein? Beim OziExplorer ist man geneigt, möglichst große Kartenkacheln anzulegen, da Nachbarkarten immer erst angezeigt werden, sobald man in Ihren Bereich kommt. Dies führt in Karten-Randbereichen zu manchmal problematischen "weißen Flecken" in der Ansicht. Gleichzeitig sollen die Karten nicht zu viel Speicher beanspruchen, da die mobilen Navigationsgeräte hier rasch an ihre Grenzen stoßen. Für Radtouren hat sich m.E. die Kombination size=5, zoomlevel=13 bewährt. Mit dieser Einstellung passt z.B. das Münsterland hinreichend detailgetreu in eine Karte von 8.192 x 8.192 Pixel (entspricht ~ 96 x 96 km), der Speicherbedarf beträgt ca. 17 MB.
Taho ist wie Tah oder T@h eine Abkürzung und steht für Tiles@home. Hierbei handelt es sich um ein Programm zum verteilten Erzeugen der Kartenkacheln von OpenStreetMap. Wer genaueres wissen will, findet weitere Informationen im OSM-Wiki.
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Lässt sich die Kartenoptik ändern? Mir ist die Radkarte von OSM zu bunt. Liebe Grüße
Was stört denn? Die eingezeichneten Radwege? Dann probier doch mal die Osmarender-Karte.