Arduino – kleine Dinger aus Italien

Schaut man sich in IT-orientierten Portalen, Foren oder Blogs um, scheinen zwei Themen aktuell besonders inspirierend zu sein. Das Internet der Dinge und Physical Computing – beides nicht mehr ganz taufrisch – erweitern die reale Welt z.Zt. um interessante Neuerungen, die auch für Normalsterbliche bezahlbar sind: Aus Spanien stammt beispielsweise der Roboter Qbo, der demnächst als Bausatz für unter 2.000,- Euro tolle Sachen vollbringen soll.

Ebenfalls eine originelle Idee sind die Ninja Blocks, mit denen man u.a. aus dem Internet Dinge in der Realität steuern kann (oder auch umgekehrt). Und schließlich war jüngst von den TinkerForge-Modulen zu lesen, die es Programmierern auf einfache Weise ermöglichen mit Ihren Applikationen Hardware anzusprechen.

Aus so unterschiedlichen Bereichen die genannten Produkte auch stammen, ein Begriff fällt ist in den Berichten darüber regelmäßig: Arduino. Unter diesem Namen haben italienische Wissenschaftler aus Piemont vor einigen Jahren eine Mikrocontroller-Platine samt Entwicklungsumgebung geschaffen, die auch Nicht-Ingenieure in die Lage versetzt, aus Software und Hardware interessante neue gadgets zu bauen. Die Spannweite reicht von einfachen Geräteansteuerungen bis hin zu herumwuselnden Robotern.

Es hat etwas gedauert, bis Arduino den Technik-Mainstream erreichte. Nicht ganz unwichtig dürfte dabei gewesen sein, dass die Arduino-Software im November 2011 mit der Version 1.0 endlich die Testphase hinter sich lassen konnte. Einige Monate später fand dann auch ich die Zeit, das Ganze praktisch auszuprobieren. Programmierkenntnisse sind grundsätzlich vorhanden, der Aufbau von Schaltungen ist – zumindest theoretisch – vom lange zurückliegenden Physik LK noch bekannt und als sehr hilfreich erwies sich zudem das lesenswerte Arduino-Buch von Erik Bartmann.

Nach ersten praktischen Erfahrungen mit Aktoren, Sensoren und dem noch ungewohnten C++-Programmcode stand das erste Projekt schnell fest: Ein autonomer Roboter auf Rädern. Nicht besonders originell, von denen gibt’s schließlich schon einige, aber auf diese Weise lassen sich viele Techniken ausprobieren.

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